Fragst du dich auch manchmal: Was ist ein Onlinekurs? Was muss ich dazu wissen, um mir ein Bild zu machen?

Zunächst einmal sind Onlinekurse und digitale Produkte kein Trend.

Sie sind kein Phänomen, das so schnell gehen wird wie es gekommen ist. Sie werden nicht nächstes Frühjahr wieder out sein. Denn sie sind in eine globale gesellschaftliche Entwicklung eingebunden und profitieren von ihr.

In dieser Episode vom Online Business Podcast besprechen Christian und ich deshalb die Gründe und Grundlagen für den kurz-, mittel- und langfristig positiven Trend im Bereich e-learning.

Wesentlich ist dabei, dass sich die Vorlieben von Menschen in den letzten Jahren stark verändert haben, was die Art und Weise ihrer Informationsbeschaffung und -verarbeitung anbelangt. Dieser Trend ist nachhaltig und die Entwicklung in diese Richtung wird sich auch nicht wieder umkehren. Im Gegenteil, digitales Lernen und digitale Wissensvermittlung wird in Zukunft weiter zunehmen.

Dazu solltest du auch diese Grafik von Mindflash kennen:

Mindflash Boom des e-learnings

Als Anbieter eines eigenen Onlinekurses kannst du an diesem Wachstumsmarkt selbst finanziell teilhaben und dir eine entspanntere Form von Einkommen aufbauen. Diese Chance bietet sich dabei sowohl Selbständigen als auch angestellten Menschen.

Onlinekurse erlauben es dir als Anbieter u.a.:

  1. Räumlich neue Kundensegment anzusprechen
  2. „preis-sensiblere“ Kundensegment rentabel zu erschließen
  3. den Zustand „Tausche-Zeit-gegen-Geld“ zu verlassen

So viel vorab an dieser Stelle. Aber höre selbst, was ein Onlinekurs ist und was wir zu diesen drei Punkten zu sagen haben.

Neben den Audio-Infos tragen wir auch laufend neue Materialien zusammen, die dir beim Einstieg und bei der Umsetzung deines Onlinekurs-Projekts helfen. Mit Klick auf den folgenden Banner kannst du dir die Liste ansehen:

Banner - zu den kostenlosen Ressourcen-min

Einige Dinge, über die wir in dieser Episode sprechen

Sag uns deine Meinung

Wir laden dich herzlich in unsere Facebook-Gruppe ein. Lass uns dort auch deine Meinung zu dieser Frage wissen.

Die Frage an Dich: Welche Elemente fehlen dir bei der Definition, was ein Onlinekurs ist?

Hier geht es zur Gruppe, in der du auch viele andere Hörer triffst.

Weiterempfehlen

Hat dir diese Episode gefallen? Dann hilf uns bitte mit deiner Empfehlung weiter. Wir sind dir sehr dankbar für diese Unterstützung deinerseits.

Sehr hilfreich sind positive Bewertungen bei iTunes. Klick gleich weiter unten auf den iTunes-Link und gönne uns ein paar Sterne. Vielen Dank!

Den Podcast abonnieren

Jetzt weißt du, was ein Onlinekurs ist – und verstehst vielleicht auch besser, warum Onlinekurse und digitale Produkte in vieler Munde sind. Denn ein eigenes Online Business oder ein Standbein im Internet ist nicht nur lukrativ, sondern macht auch Spaß. Mirko Dahlke und Christian Gursky besprechen mit dir hier, was im deutschsprachigen Markt für digitale Info-Produkte funktioniert und wie du mit deinem eigenen Onlinekurs erfolgreich sein kannst.

Du kannst unseren Podcast abonnieren, damit du keine Folge mehr verpasst:

Transkript

Mirko: Hallo, hallo, hallo – schön, dass du den Online-Business-Podcast hörst! Ich bin Mirko Dahlke, und dies ist der Podcast für alle, die wissen wollen, was im deutschsprachigen Markt für digitale Produkte funktioniert. Mit mir ist Christian Gursky. Hallo Christian, wie geht es dir?

Christian: Hallo Mirko, mir geht es gut, ich hoffe, dir auch. Wir haben Grund zu feiern: Folge 2 unseres Podcasts.

Mirko: Ja, ein ganz kleines Jubiläum. Mir geht es auch sehr gut, vielen Dank der Nachfrage.

In der letzten Episode haben wir etwas zu unserem Hintergrund erzählt und darüber hinaus noch viel wichtiger für dich, lieber Hörer, zu unserer Passion für digitale Produkte und das Online-Business ganz allgemein.

Falls du die erste Folge noch nicht gehört haben solltest, würden Christian und ich dich gerne bitten, es gelegentlich nachzuholen. Das hat für dich einfach den Vorteil, dass du dir ein noch besseres Bild von uns machen kannst. Aber natürlich nur, wenn du möchtest.

Heute wollen wir mit den Grundlagen von Online-Kursen beginnen. Wir haben in der letzten Episode schon ganz kurz erklärt, dass wir in den nächsten Wochen etwas Grundlagenarbeit machen wollen, damit alle, die als absolute Einsteiger ins Thema kommen, sich möglichst schnell zurechtfinden.

Der Grundgedanke von Christian und mir ist, dass aufgrund von möglichem Fachchinesisch niemand enttäuscht wieder abschalten muss, sondern die Möglichkeit hat, sich jederzeit im Archiv die erste Episode mit den Grundlagen noch einmal anzuhören.

Christian: Ganz genau, die Idee ist, dass jemand auf unserer Webseite www.deinonlinekurs.com Zugriff auf diese Grundlagen hat, und zwar egal, ob er heute schon zuhört oder in Episode 73 einsteigt und dann zurückspringt.

Mirko: Genau, das ist die Idee dahinter.

Christian: Tolle Idee, finde ich, da können wir uns mal auf die Schulter klopfen! (Lacht)

Mirko: (Lacht) Ja.

Christian: Du hast gerade die Grundlagenarbeit erwähnt, womit wollen wir anfangen, Mirko?

Mirko: Mit der weltbewegenden Frage: Was ist ein Online-Kurs? Einverstanden? Oder besser: Was meinen wir in diesem Podcast mit dem Begriff “Online-Kurs”?

Christian: Gute Frage! Dann lass uns damit losgehen, denn es gibt sicherlich viele, viele Menschen da draußen, die uns zuhören, und die das Wort “Online-Kurs” schon kennen, nutzen oder eben nur gehört haben und vielleicht sogar auch aktiv in ihrem eigenen Sprachschatz einsetzen. Deshalb finde ich, dass es ganz gut ist, dass wir jedem, der uns zuhört, genau sagen, was wir meinen, wenn wir das Wort “Online-Kurs” benutzen.

Mirko: Genau. Aber bevor wir das machen, sollten wir auch klären, warum wir Online-Kurse eigentlich so klasse finden. Oder?

Christian: Das ist in Ordnung, machen wir gerne. Du hörst mich mit meinem weisen Haupt nicken.

Mirko: Okay alter Mann, ich fange mal an.

Christian: (Lacht) Ohhhhh, Vorsicht!

Mirko: Du weißt, dass das Thema “Wissensvermittlung” und alles, was direkt und indirekt damit zusammenhängt, mich schon mehr als ein Jahrzehnt beruflich begleitet. Ich bin sozusagen schon auf das Thema “Wissensvermittlung” geprägt, könnte man fast sagen.

Christian: Das stimmt.

Mirko: Darüber hinaus bietet das Internet natürlich noch jedem die Chance, sein Wissen mit nahezu unendlich vielen Menschen zu teilen, unabhängig von räumlichen Entfernungen. Der gesamte Bereich E-Learning, also das digitale Lernen, das Lernen im Netz boomt außerdem weltweit, kann man eigentlich sagen.

Zum Beweis habe ich in den Show Notes dieser Episode eine sehr aufschlussreiche Infografik eingebunden, die diesem Boom zumindest für unsere amerikanischen Freunde belegt. Aber ich denke, auch für Deutschland kann dies als Gesetz gelten. Schau dich, lieber Hörer, einfach mal unter den internetaffinen Selbständigen in Deutschland um, wenn du Zweifel daran hast oder du dir selbst einfach ein umfassenderes Bild machen möchtest.

Du kannst dir, wenn du Lust hast, in den Show Notes dieser Episode die Grafik anschauen, die ist ganz interessant, dort fand ich zumindest für mich selbst auch noch ein paar überraschende Zahlen. Und bevor ich es vergesse, die Show Notes findest du übrigens auf www.deinonlinekurs.com.

Christian: Ganz generell bin ich auch fest davon überzeugt, dass dieser Bereich boomt und weiter boomen wird. Es gibt im E-Learning-Bereich die Kunden und die Anbieter, und ich denke, wir sollten beide Seiten der Medaille ganz kurz beleuchten.

Zunächst mal den Kunden, also den Lerner und Studenten, der Online-Kurse nutzt. Derjenige geht heute viel, viel stärker dazu über, sich über sein Smartphone oder Tablet in den Bereichen fithalten zu wollen, die ihn interessieren. Er hat nicht mehr so viel Lust, Dienstagabends um 19:00 Uhr in die örtliche IHK oder Auslandsgesellschaft zu gehen, um beispielsweise sein Englisch aufzubessern.

Und es gibt noch weitere Gründe als diesen gesellschaftlichen Trend, denn der einzelne Mensch ist heute beruflich, aber auch privat, immer mehr unter Zeitdruck, zumindest gefühlt, und will deswegen nur dann lernen, wenn er gerade persönlich Zeit dafür hat. Er stillt sozusagen seinen Wissensdurst in der Pause.

Das Zweite ist aus meiner Sicht, dass sich Menschen grundsätzlich sowieso viel weniger in Gruppen oder Vereinen organisieren, sondern dass sie ihr soziales Leben mehr in die heimischen vier Wände verlegen.

Mirko: Als eine Art Rückzugsbereich, nicht wahr?

Christian: Ja genau, eine “Vereinsmüdigkeit”, so will ich es mal nennen, das beobachte ich ganz stark. Viele berichten mir auch darüber, dass sie sich mehr und mehr aus Vereinen oder politischen Aktivitäten zurückziehen und eher selbstorganisiert mit Freunden etwas tun.

Der dritte Trend, den haben wir noch gar nicht angesprochen, das ist “dieses Internet”, das wir alle kennen und lieben, und das bietet uns heute die Möglichkeit, bequem auf dem eigenen Sofa zu sitzen, und anstatt in die Glotze zu schauen oder Radio zu hören per Smartphone, Tablet oder Laptop vor unseren Augen die ganze virtuelle Welt, also die ganze Welt in virtueller Darstellung, zu sehen.

Und last but not least will ich noch ganz kurz einwerfen, dass wir es mittlerweile sowieso gewöhnt sind, praktisch alles in unserem Alltag zu googeln: “Warte, ich guck mal eben bei Google”. Und dadurch werden wir Menschen mehr und mehr bereit, uns das Wissen zuführen lassen.

Und anstatt viel Zeit zu binden in die individuelle Suche, sind wir bereit, einen Schnaps, einen Obolus, ein bisschen Geld dafür an denjenigen zu zahlen, der uns dieses Wissen gut aufbereitet über das Internet zur Verfügung stellt.

Mir ging es jetzt erst einmal darum zu zeigen, dass die eine Seite der Medaille der Lernende ist, der Student, und der hat aus mehreren Gründen ein ständig wachsendes Interesse daran, einen Online-Kurs zu belegen.

Und auch du lieber Hörer kannst, wenn du einen Online-Kurs erwirbst, dich zu deinem Herzensthema oder zu deinem aktuellen Problem über dein Tablet oder Smartphone fit halten. Und möglicherweise machst du das mittlerweile auch schon das eine oder andere Mal selbst.

Und wie gesagt, das ist die eine Seite der Medaille, auch der Anbieter von solchen Online-Kursen profitiert natürlich von so einem Wachstumsmarkt, an dem er dann eben auch finanziell teilhaben kann.

Mirko: Ja, absolut, und das ist vielleicht auch aus Anbietersicht das Besondere, wenn man es wirklich mal so betonen möchte, denn Online-Kurse als digitalisiertes Wissen des Anbieters bieten dir, lieber Hörer, einfach auch die Möglichkeit, dein Wissen einmal zu erstellen, und danach – zumindest theoretisch – unendlich lange davon zu profitieren, weil es wie gesagt schon vorher in eine digitale Form gegossen wurde, wenn mal es mal so ausdrücken möchte.

Und klar, wahrscheinlich wissen 90 Prozent unserer Hörer schon, was ein Online-Kurs ist, trotzdem wollen wir es an dieser Stelle kurz definieren. Wie gesagt, wir machen das, um gleich zu Beginn des Podcasts erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.

Christian: Genau, wir haben jetzt auch für den Anbieter herausgestellt, dass sein Wissen eben zu einem Vermögensgegenstand wird und er dadurch finanziell an diesem Boom partizipiert.

Mirko: Absolut, genau.

Christian: Ich wollte dich nicht unterbrechen, ich wollte es nur nochmal mit meinen Worten zusammenfassen. Du bist völlig richtig zum nächsten Ordnungspunkt auf unserer Tagesordnung übergegangen, eben die Definition zu liefern.

Mirko: Noch ein ganz kurzer Hinweis: “Definition” klingt immer so theoretisch und trocken, das ist nur einmal ganz kurz vorweggeschickt, wir werden diese Definition dann auch sofort mit Leben füllen und erklären, was wir damit übersetzt in der Praxis meinen.

Aber trotzdem ganz kurz vorweg unsere Definition von Online-Kursen. Also, hier kommt sie!

Online-Kurse: Ein effizienter Prozess, der den einzelnen Teilnehmer in eigenem Tempo durchlaufen lässt, und der ihn von einer bestimmten Ausgangssituation, wir nennen sie A, an sein gewünschtes Ziel Z bringt und damit sein konkretes Problem löst, also das Problem des Teilnehmers. Am Ende des Kurses hat er sein konkretes Problem gelöst. Das ist eigentlich das Einzige, was den Teilnehmer auch wirklich interessiert, um es mal so zu sagen.

Christian: Genau, das war jetzt die theoretische Definition, und lass uns das jetzt Abschnitt für Abschnitt – du hast es extra schon so in Teilen abgehackt vorgetragen – eben kurz als Implikation oder die Implikation daraus besprechen. Du hast uns die theoretische Definition eingebrockt, dann fang du doch mal mit einem effizienten Prozess an. Was meinen wir damit?

Mirko: Ich habe es gerade schon anklingen lassen, aber nochmal ganz konkret:

Effizienter Prozess, das ist sozusagen das Erreichen eines vorher definierten Ergebnisses auf kürzestem Wege.

Bevor ich überhaupt mit diesem Kurs anfange, weiß ich als Teilnehmer, welches Ergebnis ich erreichen werde.

Und dann werde ich mich als Teilnehmer auch nur darauf einlassen, weil mich einzig und allein interessiert, ob mein Problem durch die Teilnahme an diesem Kurs gelöst wird, weil es mich auch Zeit kostet.

Deswegen ein effizienter Prozess, so schnell wie möglich und eigentlich auch so kurz wie möglich, sprich, nur das gehört in den Kurs rein, was auch absolut zur Problemlösung notwendig ist.

Christian: Genau. Danach hast du dann definiert, ich sage es mal in meinen Worten, “den der einzelne Teilnehmer in eigenem Tempo durchläuft”.

Und das hat für mich zwei Implikationen, die erste ist, er muss diesen Kurs nicht dann abarbeiten, wenn derjenige, der den Kurs anbietet, ihn durchläuft. Er kann es an einem anderen Tag, in einer anderen Woche, in einer anderen Zeitzone, gerne auch ein, zwei Monate, vielleicht sogar ein Jahr später tun. Die Arbeitssituation des Teilnehmers verhält sich asynchron zur Arbeitssituation des Anbieters. Sie sind zeitlich nicht mehr aufeinander angewiesen.

Und dann gibt es noch die zweite Implikation, dass man den Kurs im eigenen Tempo durchlaufen kann.

Mirko: “Im eigenen Tempo”, das bedeutet, dass jeder Teilnehmer für sich ein auf ihn selbst abgestimmtes Tempo wählt.

Es ist nicht so wie früher im Klassenraum, die Tür geht auf, der Lehrer kommt herein, heute ist 45 Minuten lang das Thema X, und alle Schüler müssen das mit durchkauen, und nach 45 Minuten ist Ende. Sondern der eine möchte es vielleicht abends entspannt auf dem Sofa machen, der andere vielleicht lieber en bloque an einem Wochenende.

Das eigene Tempo bestimmen zu können, das ist sicher eines der ganz entscheidenden, individuellen Kriterien aus Sicht des Teilnehmers.

Christian: Ich spielte darauf an, dass er nicht nur zeitlich vom Anbieter unabhängig ist, sondern auch räumlich. Erst das macht es möglich, den Kurs auf dem Sofa sitzend auf dem Smartphone zu absolvieren, um dann diesen Weg von A, seinem Problem, nach Z, seiner gewünschten Situation zu gehen.

Das macht den ersten Teil der Definition rund, nämlich einen effizienten Prozess, den der Einzelteilnehmer in eigenem Tempo durchläuft und der ihn von einer bestimmten Ausgangssituation A an sein gewünschtes Ziel Z bringt.

Das sind der effiziente Prozess, die Asynchronität, die räumliche Unabhängigkeit und eben – klar – der Fokus, nur von A bis Z – nichts, was davor liegt und nichts, was danach kommt. Das macht den gut gemachten Online-Kurs aus.

Mirko: Genau, und dann letztlich die Möglichkeit, dass er einzelne Lernmaterialien wiederholen kann.

Christian: Ja, das ist ein super Punkt.

Mirko: Im Zweifelsfall auch einen bestimmten Punkt zu durchlaufen, der dem Teilnehmer vielleicht beim ersten Mal noch nicht so ganz klar war. Er hat überhaupt kein Problem, sich ein Video ein zweites Mal anzuschauen oder ein Audio nochmal anzuhören oder was auch immer. Auf jeden Fall sind individuelle Wiederholungen jederzeit möglich.

Christian: Jetzt lass uns kurz zusammenfassen:

Ich als Anbieter habe meinen Online-Kurs, der meinem Teilnehmer einen effizienten Prozess bietet, mit dem er von A nach Z kommt, und das völlig zeitlich, aber auch räumlich von mir unabhängig.

Und der Teilnehmer hat sogar die Möglichkeit, die Materialien, die ich ihm verkauft habe, immer und immer zu wiederholen, so lange er eben Zugang zu diesem Kurs hat. Das nimmt mich als Anbieter völlig raus aus der Notwendigkeit, selbst etwas zu tun, während mein Teilnehmer mit dem Kurs arbeitet.

Das heißt, so ein Online-Kurs legt zumindest die theoretische Basis für das, was alle so heiß mit “passivem Einkommen” umschreiben.

Ich muss nicht anwesend sein bei dem Arbeiten meiner Teilnehmer im Online-Kurs, ich kann es natürlich, wenn mir das lieb und wichtig ist. Ich bin aber ab dem Moment des Verkaufs des Online-Kurses erst einmal raus.

Und das ist eigentlich der Kern unserer Definition eines Online-Kurses, dass derjenige, der ihn anbietet, nicht mehr verpflichtet ist, sondern ein fertiges, rundes Produkt verkauft und danach im Grunde sich die Hände reiben, abwischen kann und sagt, “okay lieber Kunde, du bist jetzt mit deinem Kurs aus dem Laden raus, du hast ein Produkt gekauft, ich habe meine Schuldigkeit getan”.

Dass ich als Anbieter danach immer noch die Möglichkeit habe, Support zu bieten, ist mir unbenommen. Es geht uns in dieser Abgrenzung einfach darum zu sagen, dass der Kurs für sich alleinstehend wertvoll und wirksam sein kann. Und dadurch entsteht das, was unsere Motivation ist, nämlich unseren Hörern zu helfen, eine entspanntere Form von Einkommensstrom möglich zu machen.

Mirko: Genau, stell dir, lieber Podcasthörer, einfach bildlich vor, du hättest bereits einen eigenen Online-Kurs, den Menschen tatsächlich kaufen, weil du mit deinem Online-Kurs ein Problem für deine Teilnehmer löst.

Christian: So ist es. Dadurch verändert sich die Business-Situation, in der der Anbieter eines Online-Kurses dann ist.

Mirko: Ja, absolut, denn was sich dann verändert hat, das ist, dass du nun ein Produkt hast und nicht mehr “nur” eine Dienstleistung anbieten kannst.

Du verkaufst stückweise, ohne zeitliche Bindung danach, wie du es gerade schon angerissen hast.

Du musst das Produkt nach dem Kauf nur noch übergeben, natürlich nur im übertragenen Sinne, weil es ja ein digitales Produkt ist, aber anders als bei einer Dienstleistung musst du nicht mehr zur Erfüllung deiner versprochenen Leistung deine eigene Zeit aufwenden.

Christian: Genau, der Zeit-gegen-Geld-Tausch, man löst sich zumindest ein Stückweit daraus. Kannst du bitte mal, Mirko, nach dieser doch sehr ausführlichen, theoretischen Besprechung ein konkretes Beispiel geben?

Mirko: Gerne. Stell dir folgendes Beispiel vor, nehmen wir einen Webdesigner. Wie ist die Situation vor diesem Kurs? Der Webdesigner akquiriert einen Auftrag, setzt ihn in fünf Arbeitstagen um und bekommt dafür Geld. Nachher kauft der Kunde den Kurs.

Christian: Ganz kurz – “nachher” ist, wenn ich als Webdesigner den Kurs erstellt habe?

Mirko: Genau, ich als Webdesigner habe sozusagen den Online-Kurs erstellt, in dem ich das, was ich vorher als reine Dienstleistung angeboten habe, digitalisiert habe.

Und mein Kunde kauft jetzt diesen Kurs, mit dem der selbst lernt, seine Webseite zu erstellen.

Ich als Webdesigner bekomme das Geld für meinen digitalen Kurs, muss aber keine Zeit mehr einsetzen, um die Webseite zu erstellen, sondern kann mich der nächsten Tätigkeit zuwenden.

Im Ergebnis habe ich auf jeden Fall für diesen Kunden, der meinen Kurs durchlebt, eben nicht mehr meine Zeit gegen sein Geld eingetauscht.

Das ist sozusagen das Überwinden, wie du es gerade schon gesagt hast, dieser Zeit-gegen-Geld-Falle, weil ich mich in der Zeit, wo mein Kunde den Kurs absolviert, um andere Sachen in meinem Business kümmern kann. Ich denke, das ist es, was du gemeint hast, Christian. Oder?

Christian: Das ist genau das, was ich gemeint habe, und das erinnert mich gerade wieder an das, was ich in der letzten Episode erzählt habe über das Gefühl, als ich meinen ersten Verkauf eines digitalen Produktes erlebt habe.

Es gibt einem plötzlich und im Grunde völlig unerwartet viele neue Möglichkeiten, und du, lieber Hörer, hast dann mehrere dieser Möglichkeiten.

Für den Rest dieser Episode möchten Mirko und ich ganz kurz einige Punkte mit dir besprechen, die wir notiert haben.

Und zwar geht es darum, welche neuen Möglichkeiten dir konkret zur Verfügung stehen. Du musst kein Webdesigner sein und deine Arbeit in einen Online-Kurs verpacken, sondern ganz generell ist deine Dienstleistung Online-Kurs-fähig oder die meisten davon sind Online-Kurs-fähig, und dann gibt es dir die folgenden Möglichkeiten. Mirko, wir haben fünf Punkte auf unserem Zettel stehen, willst du mit dem ersten anfangen?

Mirko: Ja, sehr gerne.

Erstens: Du kannst neue Kundensegmente ansprechen und davon erstens einmal diejenigen, die räumlich nicht in deiner Nähe leben, weil der Kurs für dich sozusagen die Reisestrapazen übernimmt.

Christian: Genau, man kann eben auch an jemanden verkaufen, der in Hamburg lebt, auch wenn man selbst sein Büro in Köln hat.

Und der zweite Teil dieses neuen Kundensegments ist einfach, dass man einen Teil der Kunden bisher nie hat gewinnen können, weil sie einfach nicht den Preis bezahlen wollten, und dadurch, dass der Kurs jetzt einmal erstellt und danach nie wieder deine Arbeitszeit fressen wird, kannst du ihn so preisen, dass du auch preissensitiveren Kundenschichten etwas verkaufen kannst. Das ging vorher einfach nicht.

Mirko: Genau, du hast zumindest die Möglichkeit dazu, ob du es machst, ist dann eine ganz andere Entscheidung.

Drittens, auch schon angesprochen, mit deinem eigenen Know-how hast du einfach die Möglichkeit, ein eigenes Business zu starten. Also auch hier nochmal der Punkt, ortsunabhängig Tausch von Zeit gegen Geld hinter dir zu lassen, weil dein Kurs eben das Geld für dich verdient, zumindest teilweise.

Und du kannst dich eben um andere Aspekte in deinem Business kümmern, zum Beispiel um das Marketing, was sicherlich eines der ganz wichtigen Themen ist. Oder du möchtest abseits des Business vielleicht eine Reise zu machen und hast währenddessen trotzdem die Chance, digital Geld zu verdienen.

Christian: Das sind die betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten, die man dann hat, aber es gibt natürlich auch die in der Person des Unternehmers liegenden Möglichkeiten.

Stell dir vor, lieber Hörer, du hast auf einmal deine Bürokosten, deine Betriebskosten und vielleicht einen wesentlichen Teil deiner Lebenshaltungskosten über digitale Produkte abgedeckt, dann kannst du dir die “Arroganz” herausnehmen, bestimmte Kunden auch abzulehnen, denn ganz oft arbeiten wir mit Menschen zusammen, bei denen wir von vorneherein das Gefühl haben, “mhm, eigentlich will ich nicht so gerne, ich muss aber”.

Und dieses “ich muss aber” wird dann weniger, wenn du auch ein digitales Produkt anbietest.

Mirko: Man kann sich also auf die wirklich netten Menschen im Leben konzentrieren – im Persönlichen, meine ich jetzt.

Christian: (Lacht) Ja, wunderbar.

Mirko: Und der letzte und fünfte Punkt ist dann, dass du zumindest die Chance hast, endlich mehr Werbung für dein Business zu machen, weil dein digitaler Online-Kurs ein Stückweit für deine Wachstumsfinanzierung sorgt, weil er sich eben verkauft, auch wenn du nicht 1:1 in deiner Dienstleistung unterwegs bist.

Und wenn man so etwas mal flapsig oder vielleicht etwas metaphorisch sagen darf: Dein Kurs muss nichts essen und muss nicht wohnen.

Christian: Was du meinst, ist die Situation, dass ich meine Dienstleistung, die ich 1:1 erbringe, nicht zurückfahre, aber zusätzliche Umsätze aus dem Verkauf des digitalen Produktes mache und das Geld 1:1 in Werbemittel investiere.

Mirko: Zumindest ist es möglich.

Christian: Genau, und diese Möglichkeiten, diese fünf Punkte, die wir genannt haben, klingen für mich – Christian – nach einem ziemlich geilen Geschäftsmodell und kommen dem Geschäftsmodell, das ich persönlich betreibe, sehr nahe, und zwar nicht zufällig sehr nahe.

Mirko: Ich bin mir auch sicher, dass jeder Hörer jetzt gerade bei dem einen oder vielleicht auch bei mehreren dieser neuen Gestaltungspunkte einfach “ja!” gerufen hat, weil es auch intuitiv nachvollziehbar ist.

Christian: Ich würde gerne zum Fazit dieser Episode kommen. Auch wenn du, lieber Hörer, jetzt unsere praktikable Definition eines Online-Kurses kennengelernt hast, dich angesprochen fühlst und denkst, dass du dir diese neuen unternehmerischen Möglichkeiten eines eigenen Online-Kurses erarbeiten willst, sagen wir trotzdem:

Warte noch einen Moment, nicht jeder sollte einen Online-Kurs machen.

Mirko: Da stimme ich dir zu.

Christian: Deswegen schlage ich jetzt einfach vor, wir vertrösten unseren Hörer und sagen, in der nächsten Folge machen wir ganz klar, wer einen Online-Kurs machen sollte, und wer es besser lässt. Bist du damit einverstanden, Mirko, wenn wir es an dieser Stelle gut sein lassen?

Mirko: Absolut!

Christian: Ich fasse nochmal kurz zusammen, dass wir selbstverständlich, wie wir in der letzten Episode versprochen haben, immer offen für Fragen sind. Man kann uns die Fragen stellen auf www.deinonlinekurs.com/frage.

Ferner lebt so ein Podcast, den wir im Grunde mit Leidenschaft machen, aber eben auch als Teil unseres Business betrachten, einzig und allein davon, dass unsere Hörer uns offizielles Feedback in Form von Rating und Reviews bei iTunes geben.

Für welche Form du dich auch immer entscheidest, es ist uns wichtig, dass du bei iTunes deine Meinung und am besten natürlich auch möglichst viele Sternchen für uns hinterlässt, denn wenn wir mit diesen Grundlagen durch sind, dann werden wir uns anschauen, wie gerne unsere Podcasthörer unseren Podcast hören und dann natürlich entscheiden, ob wir das weitermachen können oder wollen, denn wir wollen nichts produzieren, was die Menschen langweilt.

Aber wenn es umgekehrt so ist, dass es viele Menschen gibt, die uns zeigen, “hey, wir finden es gut, dass ihr diesen Podcast macht”, dann sind wir natürlich umso motivierter, ihn auch weiterzuführen.

Also bitte, in unserem und in deinem Interesse, wenn dir dieser Podcast gefällt, mach dir die Mühe, nimm dir die fünf Minuten und bewerte unseren Podcast.

Und, was wir, Mirko, auch nicht vergessen sollten, das ist, dass wir unsere Facebookgruppe haben, wo jeder, der sich intensiver über das Thema mit uns austauschen möchte, herzlich willkommen ist. Die Facebookgruppe findet man unter www.deinonlinekurs.com/facebook.

Das war’s für heute. Mirko, wie immer gehört dir das Schlusswort.

Mirko: Du hast es nochmal sehr ausführlich zusammengefasst, deswegen auch nur ganz kurz von meiner Seite.

Vielen herzlichen Dank fürs Zuhören, mir hat es persönlich sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, für euch war das eine oder andere Interessante dabei. Wir würden uns sehr freuen, dich bei der nächsten Folge wieder zu begrüßen. Tschüss.

Christian: Tschüss.