Einen eigenen Onlinekurs zu erstellen, ist kein kleines Projekt. Aber es lohnt sich, denn es kann Leben wunderbar positiv beeinflussen.

Denn ein eigener Onlinekurs bietet dir als Anbieter viele Freiheitsgrade, die du aus deinem Angestelltenjob oder aus deiner Selbständigkeit bisher nicht kennst.

Wie immer im Business, musst du dafür ein paar Dinge richtig machen. Und die Suche nach dem richtigen Preis im Rahmen deiner Preiskalkulation gehört zu diesen wenigen, aber entscheidenden Dingen.

Wir nehmen uns heute dieses Themas in unserem Online Business Podcast an. Denn wenn es um die Preiskalkulation geht, ist die Welt der (angehenden) Online-Unternehmer wie so oft tief zwiegespalten.

Die einen sind selbstbewusst und wundern sich, dass man über die Preisfinung überhaupt reden muss. Sie sagen:

Nichts leichter als das!

Stimmt. Eigentlich. Denn nicht jeder hat von Natur aus das Selbstbewusstsein, den Wert seines Wissens und Könnens richtig einzupreisen. Sie grübeln, rechnen und zweifeln.

Am Ende steht dann ein Mini-Preis auf der Verkaufsseite. Schade, denn so wird das nichts mit dem wachsenden Online Business.

Meiner Erfahrung nach lässt sich festhalten: Fast nirgendwo ist die Bandbreite an Reaktionen und „innerer Haltung“ größer, wenn es in Richtung „Pricing“ geht…

Deshalb haben wir in dieser Episode den Prozess der Preisfindung auf 6 Schritte heruntergebrochen.

Eine Preiskalkulation bzw. den richtigen Preis für einen Onlinekurs oder ein anderes digitales Produkt zu finden, kann ein schwieriger Prozess sein. Denn digitale Produkte können, zumindest theoretisch, unendlich oft verkauft werden. Mit diesen 6 Schritten fällt es leichter, den richtigen Preis festzulegen:

  1. Das gesamte Angebot zuerst erstellen
  2. Die Positionierung des Online-Kurs im Business festlegen
  3. Analyse des Wettbewerbs
  4. Finanzielle Ziele aufstellen
  5. Benefit des Teilnehmers herausarbeiten
  6. Entscheidung mit dem eigenen Gefühl abgleichen

Dabei helfen diese Gedanken bei der Suche nach dem richtigen Preis

  • Was du bei der Festlegung des Preises beachten solltest
  • Warum du auf einen Premiumpreis abzielen solltest
  • Welche Tipps wir dir geben können, um einen höheren Preis durchzusetzen

Um diese Episode nicht zu lang werden zu lassen, haben wir dir die Tipps als kostenlosen Download bereitgestellt, den du hier bekommst.

Und wenn du noch immer keinen eigenen Kurs hast, dann klicke auf diesen Banner:

Banner - Tipps für Premium-Preise

 

Einige Dinge, über die wir in dieser Episode zur Preiskalkulation sprechen

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Die Frage an Dich: Wie bestimmst du den Preis deines Onlinekurses? Was berücksichtigst du dabei?

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Dir gefällt, was du hörst? Das dürfte dich weiterbringen, denn ein eigenes Online Business oder ein Standbein im Internet ist nicht nur lukrativ, sondern macht auch Spaß. Mirko Dahlke und Christian Gursky besprechen mit dir hier, was im deutschsprachigen Markt für digitale Info-Produkte funktioniert und wie du mit deinem eigenen Onlinekurs erfolgreich sein kannst.

Du kannst unseren Podcast abonnieren, damit du keine Folge mehr verpasst:

Transkript

Mirko: Hallo, hallo, hallo, schön, dass du den Online-Business-Podcast hörst. Ich bin Mirko Dahlke, und dies ist der Podcast für alle, die wissen wollen, was im deutschsprachigen Markt für digitale Produkte funktioniert. Auch heute ist wieder mit mir Christian Gursky. Hallo Christian, wie geht es dir heute?

Christian: Hallo Mirko, danke dir, mir geht es sehr gut. Wie geht es dir?

Mirko: Bestens, vielen Dank.

Christian: Wunderbar, das freut mich sehr.

In der letzten Episode unseres Online-Business-Podcasts haben wir darüber gesprochen, auf welche Hürden man stoßen kann, wenn man mit seinem eigenen Online-Kursprojekt beginnt.

Das war, wie ich finde, eine sehr besondere Episode, denn wir haben nicht das mitgeteilt, was wir denken, sondern wir haben 15 erfahrene Online-Business-Experten gefragt und aus deren Antworten unsere Schlussfolgerungen gezogen.

Mirko: Genau, und für alle, die diese Folge vielleicht nicht gehört haben sollten, sei sie ihnen unbedingt nochmal ans Herz gelegt.

Außerdem haben die Experten noch weitere Tipps verraten, und die findest du, lieber Podcasthörer, unter www.deinonlinekurs.com/blog. Aber nun zur heutigen Folge. Was ist das Thema, Christian?

Christian: Ganz schlicht und ergreifend, wie man den richtigen Preis für seinen Online-Kurs festlegt.

Denn gerade bei digitalen Produkten gibt es sicherlich einige Punkte, die sich deutlich von physischen Produkten, die man im echten Leben erwirbt, unterscheiden, also von solchen Produkten, die man kauft, anfasst und nach Hause trägt.

Mirko: Absolut, das ist spannend. Konkret geht es also heute um die Fragen, was du bei der Festlegung des Preises beachten solltest, warum du auf einen Premium-Preis abzielen solltest und welche Tipps wir dir geben können, um einen höheren Preis durchzusetzen.

Christian: Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal! Also wird das wieder eine pickepacke volle Episode, und ich freue mich schon darauf.

Mirko, aber bevor wir in medias res gehen, noch eine Sache. Wann immer ich mit Menschen spreche, die mit ihrem eigenen Online-Kursprojekt beginnen wollen, treffe ich auf zwei Typen.

Der eine ist der Selbstbewusste, der zumindest nach außen hin darstellt, dass er genau weiß, was er zu bieten hat und was seine Kunden von ihm bekommen, und der dementsprechend auch eine ganz feste und konkrete Vorstellung vom richtigen Preis für seinen Online-Kurs hat.

Wenn du, lieber Podcasthörer, zu dieser Kategorie, zu diesem Typus Mensch gehörst, dann ist es prima. Das ist super, und ich freue mich für dich, dass du so eine optimistische und positive Grundhaltung hast.

Aber es gibt auch Menschen, die eben nicht so eine feste Meinung zum richtigen Preis haben, die eher lange darüber nachdenken und vielleicht sogar zweifeln, was denn ihr Kurs, also ihr Wissen und ihr Können, eigentlich wert sein dürfte.

Und du lieber Podcasthörer, falls du zu dem zweiten Typus gehörst, schlägst dich vielleicht mit einem Gedanken wie dem folgenden herum: “Mhm, soll ich mir wirklich schon jetzt Gedanken über den Preis machen oder kann ich mir damit nicht noch Zeit lassen?”

Nun, klar kannst du, aber du solltest nicht, denn der Preis ist determinierend dafür, wie viel Geld du mit deinem Online-Kurs verdienst, und nur, weil du dir jetzt noch nicht sicher bist, was der richtige Preis ist, heißt das noch lange nicht, dass du dir irgendwann später sicher darüber sein wirst. Der einzige Weg ist, sich konkret zu entscheiden, und dabei helfen wir dir heute.

Die Grundregel beim Festlegen des Preises ist sicherlich, dass man sich ausgiebig Gedanken darüber machen sollte, was denn der Wert des Online-Kurses ist. Und die Frage nach dem Wert hat vor allem mit deiner inneren Haltung, mit deinem Mindset zu tun. In dieser Podcastepisode geht es eben um sechs Schritte, wie du aus deinem Mindset, aus deiner inneren Haltung zu einem konkreten, in Euro zu benennenden Preis kommst. Also, lass uns in den Prozess der Preisfindung einsteigen.

Mirko: Gerne, ich lege dann mal los.

Christian: Mach das, Mirko!

Mirko: Erster Schritt: Erstelle dein gesamtes Angebot. Was meinen wir damit?

Du solltest dir zuerst sicher sein, dass du dir genau darüber Gedanken gemacht hast, was du inhaltlich in deinem Kurs anbietest.

Du kannst nicht über den Preis entscheiden, wenn du das nicht genau festgelegt hast, wenn du dir also keine Fragen dazu gestellt hast, welche Transformation dein Teilnehmer durchlaufen wird und was dein Kursversprechen ist. Wie groß ist das Problem, das du für den Teilnehmer löst?

Ich denke, es macht einen deutlichen Unterschied, ob der Teilnehmer nach deinem Kurs die wichtige Business-Software xy beherrscht oder aber “Leckeres-Eis-kinderleicht-selbst-machen” kann. Das alles sind Fragen, die den Preis beeinflussen und die du dir, lieber Podcasthörer, unbedingt überlegen solltest.

Aber auch folgende Überlegungen haben Einfluss auf den Preis:

  • Ist es ein reiner Selbstlernkurs oder bist du als Kursersteller für den Teilnehmer während des Kurses verfügbar?
  • Zum Beispiel in einer Community wie einer Facebookgruppe?
  • Wenn ja, wie oft willst du selbst in dieser Gruppe sein? Auch das musst du dir beantworten, weil es nun einmal deine Zeit bindet
  • Enthält dein Kurs einen Bonus oder sogar mehrere?
  • Bietest du überhaupt einen Bonus an?
  • Wie lange hat dein Teilnehmer Zugang zu dem Kurs? Einige Wochen, Monate, lebenslang?
  • Möchtest du eine Geld-zurück-Garantie anbieten?

Das alles sind Aspekte, über die du dir ausführlich Gedanken machen solltest. Und je nachdem, wie du das alles für dich persönlich ausgestaltest, hast du damit direkten Mehrwert für deinen Teilnehmer geschaffen, wofür du wiederum natürlich auch mehr Geld verlangen kannst

Christian: Wenn ich dich richtig verstehe, mache ich mir erst ein klares, konkretes Bild darüber, zumindest in Form von Bulletpoints, was alles in meinen Kurs hineinkommt, weil das preisbildende Aspekte sind.

Mirko: Genau, du hast sozusagen eine Art Outline, was den Kursinhalt anbelangt, und insbesondere dort natürlich dann den Umfang der Transformation. Aber eben auch Aspekte, die nicht nur mit dem reinen Kursinhalt zusammenhängen, sondern Stichwort “Bonus” oder “Geld-zurück-Garantie”, also Fragen, die, wenn man so möchte, das Drumherum für dich und den späteren Kursteilnehmer bestimmen.

Christian: Wunderbar, und wie geht es dann weiter?

Mirko: Zweiter Schritt: Wie positionierst du deinen Online-Kurs in deinem Business beziehungsweise in deinem Portfolio?

Du solltest oder kannst deinen Kurs natürlich nicht isoliert von deinem Business betrachten. Die Frage ist, soll dein Kurs dein Flagship-Produkt sein oder vielleicht “nur” ein Leadmagnet, also ein Produkt, um Menschen in deinen Verkaufstrichter zu bringen und Vertrauen aufzubauen?

Was soll dein Kurs sein? Du musst dir diese strategischen Gedanken machen, ehe du zu einer Preisentscheidung kommst.

Bei den meisten Menschen ist es am Anfang ihres Business so, dass sie entweder direkt ihr Premium-Produkt erstellen wollen oder eben ein Produkt, um Menschen in ihren Verkaufstrichter zu bekommen und damit Vertrauen aufzubauen.

Gibt es hier ein Richtig oder Falsch? Ich denke nicht, aus meiner Sicht gibt es hier kein Richtig oder Falsch, und deswegen kann ich keine direkte Empfehlung abgeben. Das ist eine Entscheidung, die du nur selbst treffen kannst.

Letztlich kommt es darauf an, welches Resultat du versprichst und natürlich dann auch einhältst. Das heißt nicht, dass ich etwas gegen hohe Preise habe, ganz im Gegenteil, ich bin auch für Premium-Preise. Warum? Das erkläre ich dir gleich.

Christian: Was du also sagen willst, Mirko, und danke dir für die Erläuterung, das ist, dass sich der Kurs in all das einfügen sollte, was man sonst noch so anbietet.

Mirko: Genau.

Christian: Wunderbar. Jetzt habe ich mich entschieden, welche Rolle mein Kurs in meinem Business haben sollte anhand deiner Maßgabe hier in diesem zweiten Schritt. Wie gehe ich dann weiter vor?

Mirko: Indem du den dritten Schritt nimmst und deinen Wettbewerb analysierst.

Hier scheiden sich ein wenig die Geister. Sprichst du mit drei Leuten, bekommst du vielleicht drei Antworten, selbst, wenn es keine Juristen sind.

Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, sein Umfeld und damit auch seine Wettbewerber zu kennen.  Allerdings ist natürlich jeder Markt anders, jede Nische ist verschieden und jedes Produkt am Ende unterschiedlich.

Folgendes Beispiel, ich denke dabei an den Bereich der Kunst. Bei Künstlern finde ich es rein persönlich sehr schwierig, überhaupt einen Vergleich anzustellen. Wie soll ich Künstlerisches miteinander vergleichen? Was sind die Maßstäbe dafür? Wie möchte ich einen Kurs mit einem anderen vergleichen – Inhalt, Preis-Leistung?

Ich glaube, lieber Hörer, du weißt, was ich meine. Einfacher fällt es mir dann schon viel eher, wenn es beispielsweise um die Erklärung von, sagen wir, Software geht, das ist für mich deutlich einfacher. Hier würde ich definitiv dazu raten, andere Anbieter und deren Kurse und Preise anzuschauen.

Aber auch unabhängig vom Markt bin ich davon überzeugt, dass man sich zumindest einen Eindruck von der Zahlungsbereitschaft in seinem Markt machen sollte. Und dazu hilft es natürlich, wenn man sich Angebot von Wettbewerbern ansieht.

Das heißt an dieser Stelle natürlich nicht, dass du nur genau den Preis des anderen Anbieters verlangen kannst. Wenn du dir das Produkt des anderen Anbieters anschaust, kann es sehr gut sein, dass du gute Gründe dafür findest, einen höheren Preis festzusetzen, und ich meine, das solltest du dann auch tun, weil du davon überzeugt bist.

Aber wie gesagt, hier ist wahrscheinlich jeder ein wenig anders, aber dümmer macht dich die Recherche sicher nicht!

Christian: Ich setze mich hin und schaue, wie mein Produkt zu den Angeboten im Wettbewerb steht. Wenn ich in einer Branche bin, die eher über Softskills oder individuelle Meinungen diktiert wird, ist es vielleicht schwieriger, eine Abgrenzung zu finden, aber es kann auch sein, dass ich in einer sehr konkreten, trainingslastigen Branche bin wie Software, wo es mir leichter fällt, Produkt A mit Produkt B zu vergleichen. Und dann schaue ich einfach, kann ich mich abgrenzen, nach oben hin in Richtung Premium?

Gibt es Features, die ich habe, die einen höheren Preis rechtfertigen et cetera? Sprich, ich nehme das Feature-Set, das ich in Schritt 1 festgelegt habe und schaue, wie mein Produkt in einer Vergleichsanalyse konkurriert. Richtig?

Mirko: Genau, absolut richtig.

Christian: Wunderbar, dann gehen wir weiter. Was mache ich dann?

Mirko: Vierter Schritt: Betreibe ein wenig Zahlenspiele.

  • Wo willst du in den nächsten zwölf Monaten mit deinem Produkt stehen?
  • Welche Umsätze sind dein Ziel?
  • Was ist dein Umsatzziel in den ersten zwölf Monaten mit dem neuen Kurs?

Natürlich ist das nur eine Schätzung, vielleicht sogar ein bisschen aus dem Bauch heraus. Aber ich bin der Meinung, du solltest es dennoch machen.

Überlege dir an der Stelle auch, wie deine Ausgaben aussehen oder sehr wahrscheinlich aussehen werden. Auch dies sind natürlich keine extrem harten Fakten, aber ich finde, dass es dennoch hilfreich ist. Schließlich willst du am Ende des Tages nicht nur über Umsätze nachdenken, sondern du möchtest über Gewinn nachdenken. Und dazu brauchst du eben auch eine Vorstellung von deinen Ausgaben.

Denke daran, Umsatz ist gleich Preis mal Menge. Nimm einen Preis, den du jetzt als realistisch erachtest und rechne dir aus, wie oft du dein Produkt verkaufen musst, um dein Umsatzziel zu erreichen.

  • Ist diese Anzahl an Verkäufen realistisch?
  • Wie schnell gewinnst du neue Kunden dazu oder wie schnell wirst du neue Kunden gewinnen?

Überlege dir vielleicht zwei oder drei Szenarien für deine Verkaufszahlen – ein konservatives, ein optimistisches und ein super optimistisches Szenario, ganz nach dem Motto “wenn das eintrifft, mache ich erst einmal richtig einen drauf!”

Wenn du bereits Kurse verkauft hast, hast du natürlich mehr Informationen und kannst das Ganze besser und detaillierter einschätzen. Wenn du noch keine Kurse verkauft hast und neu in diesem Markt bist, dauert es am Anfang vielleicht ein wenig, bis du die richtigen Zielkunden findest. Du solltest dir aber selbst genug Zeit geben, um dein Produkt an den Markt zu bringen. Und wenn nötig, machst du einen Relaunch, und dann eventuell noch einen weiteren Relaunch.

Christian: Verstehe. Was du sagen willst ist, dass ich mir jetzt eben einen ersten Preis setze und darauf kalkuliere, wie erfolgreich ich bin, wieviel Gewinn ich mache und wie langfristig ich im Markt bin, aber dadurch eben auch weiß, wie schnell ich bestimmte Verkaufsziele erreichen muss.

Also sprich, es ist ein Geben und Nehmen, ein Hin und Her zwischen je höher der Preis, umso weniger Verkäufe, um so langsamer kann es vonstattengehen, dass ich Kunden finde. Und je kleiner der Preis, umso schneller muss ich Kunden finden, um eben rentabel zu werden. Es ist also eine Mini betriebswirtschaftliche Auswertung des Ganzen.

Mirko: Genau. Wenn man möchte, kann man sich eine kleine Umsatzmatrix machen, einfach eine Preisspalte und eine Mengenspalte, und dann sagt man eben, das Produkt daraus oder das Ergebnis aus diesem Produkt ist der Umsatz, und dann spielt man ein bisschen, indem man den Preis hinauf- und die Menge herabsetzt. Der Umsatz bleibt dann gleich, aber man bekommt ein Gefühl dafür, wie viele Verkäufe, wie viele Stückverkäufe ich schließlich realisieren muss. Das kann am Anfang sicherlich helfen.

Christian: Wunderbar, dann habe ich also das Feature-Set aus Schritt 1, ich habe die Positionierung aus Schritt 2, ich habe die Abgrenzung zu wettbewerblichen Produkten aus Schritt 3, und jetzt habe ich hier in Schritt 4 eine betriebswirtschaftliche Berechnung gemacht, wie profitabel das Ganze für mich ist.

Das sind alles Aspekte beziehungsweise, wenn ich dich richtig verstehe, geht man Schritt für Schritt durch die möglichen Einflussfaktoren, um mehrere davon zusammenzunehmen und am Ende den richtigen Preis zu finden. Was wäre denn dann der nächste Schritt?

Mirko: Der fünfte Schritt ist, sich zu fragen, was genau der Benefit des Teilnehmers ist.

Versetze dich in den Teilnehmer hinein und überlege dir, wie gravierend dieses Problem ist. Im Sweet Spot in einer der vorherigen Folgen hast du, lieber Hörer, gelernt, wofür Zielkunden Geld ausgeben, also Zahlungsbereitschaft haben. Die Folge heute ist sowieso schon etwas länger, deswegen kann ich es an dieser Stelle nicht nochmal wiederholen.

Du kannst dir aber natürlich sehr gerne Folge 5 hierzu anhören. Und außerdem kannst du dir das PDF “Finde deinen Sweet Spot” herunterladen, wenn du das nicht schon gemacht haben solltest. Das PDF findest du unter www.deinonlinekurs.com/gratis. Allgemein kann man aber sagen, und damit möchte ich jetzt weiterarbeiten, dass es deinem Teilnehmer immer dann viel wert ist, wenn du ihm Zeit oder Geld sparst, seine Situation in Bezug auf Gesundheit oder Beziehung verbesserst oder wenn du ihm bei seinem Job hilfst, indem er vielleicht neue Sachen durch deinen Kurs lernt oder eine höhere Produktivität erreicht.

Marie Forleo, die du vielleicht kennst, hat dies einmal als “Mattress Method” bezeichnet, aus dem Englischen, also als “Matratzenmethode”. Und das ist keine schlüpfrige Geschichte.

Ganz kurz, Marie wollte sich eine neue Matratze kaufen. Das Objekt ihrer Begierde war eine sehr teure Matratze für 3.000,- US-Dollar. Das erscheint sehr teuer und war auch mehr, als jede andere Matratze in dem Laden kosten sollte. Dann kam allerdings der Verkäufer ins Spiel, und das nicht einfach nur ganz plump, sondern er hat Marie daran erinnert, dass sie ungefähr 30 Prozent ihres Lebens schlafend verbringt, und dass die Qualität des Schlafes ihre Produktivität, ihre Gesundheit und ihr Aussehen beeinflusst. Und außerdem hält so eine gute Matratze in etwa zehn Jahre. Und in diesem Licht erscheinen die 3.000,- Dollar für die nächsten zehn Jahre doch eigentlich gar nicht mehr so teuer für eine Matratze. Oder?

Christian: Ja genau, das ist auch der gleiche Grund, warum wir uns so eine teure Matratze zu Hause angeschafft haben.

Mirko: Okay, dann kann ich dich demnächst “Marie” nennen?

Christian: Du nennst mich gerne “Marie”, ja genau, bis wir uns das nächste Mal persönlich treffen!

Mirko: (Lacht) Du, lieber Hörer, musst den Wert deines Kurses in “echte Werte” für den Teilnehmer übersetzen, also in Geld, Zeit, Liebe oder Gesundheit.

Erkläre deinem Teilnehmer, wie er in deinem Kurs mehr Geld, Zeit, Liebe oder Gesundheit erreicht, eben durch deinen Kurs.

Klar, das sind auch die Schritte des späteren Marketings, aber wenn deinem Teilnehmer durch deinen Kurs solche echten Werte in seinem Leben geboten werden, dann kannst du an dieser Stelle, an der du dir Gedanken über den Preis machst, natürlich schon einmal im Hinterkopf behalten, dass es durchaus viele Argumente für einen höheren Preis für dich gibt.

Christian: Ich verstehe, je mehr ich durch diese Schritte hindurchgehe, desto konkreter werden meine losen Gedanken, Ideen und Gedankenfetzen, die ich im Kopf habe, was ein guter Preis wäre, und umso selbstbewusster kann ich unter einer bestimmten Zahl einen Strich machen, einen Haken setzen und sagen, “das ist mein Preis”.

Mirko: Absolut.

Christian: Gibt es noch einen weiteren Schritt, denn wir haben eingangs von sechs Schritten gesprochen?

Mirko: Gut aufgepasst! Ja, es gibt noch den sechsten und letzten Schritt: Was sagt dein Bauchgefühl, wie fühlt es sich an?

Stell dir vor, dass du auf deiner Verkaufsseite deinen Preis notierst und alle Besucher ihn dort sehen können. Ist das okay für dich, ist das ein positives Gefühl? Höre einfach auch mal an dieser Stelle auf deinen Bauch.

Oder stell dir vor, dass du deinen Preis in einem Live-Webinar nennst. Ohhhhh, live… ja, genau! Wie fühlt sich das an? Du siehst die Leute nicht, aber du musst einfach mit deiner Stimme, mit deiner Message selbstbewusst rüberkommen, nicht überheblich, aber einfach überzeugt von deinem Produkt. Deine Stimme sollte nicht anfangen, zu zittern, “ja, ich wollte gerne 320,- Euro dafür haben…” oder so ganz leise werden, das merkt man sofort. Du solltest dir am Ende einfach ein gutes Bauchgefühl gebildet haben und davon einfach überzeugt sein, wenn du es dann nach außen hin vertreten wirst.

Christian: Wunderbar, danke dir, Mirko. Das war der sechste Schritt, den ich vermisst habe. Und jetzt wird auch klar, dass es eigentlich alles in diesem Schritt kulminiert, wo ich dann meinen Bauch frage, “bin ich stolz auf das, was ich anbiete? Ist das der Preis, den ich will und rechtfertigen kann?”

Und ich glaube, wenn man erst einmal an diesem Punkt angekommen ist, dann wird man sich auch nie mehr fragen, ob der Preis nicht zu hoch ist, weil man eben bereits visualisiert hat, wie man einem potenziellen Kunden diesen Preis selbstbewusst entgegenruft.

Mirko: Genau.

Christian: Das spricht alles dafür, dass man sich tendenziell von Schritt zu Schritt, aber auch über die Zeit eher in Richtung Premium-Preise entwickeln wird. Ist das so, und wenn ja, kannst du erklären, warum das so ist?

Mirko: Ja klar, gerne. Ich hatte eingangs angedeutet, dass ich durchaus ein Verfechter für Premium-Preise bin, und das kann ich natürlich kurz ausführen.

Höhere Preise ziehen stark motivierte Kunden an, die auch an der Erreichung deines Kursziels wirklich interessiert sind. Deine Teilnehmer möchten das Ergebnis erreichen, und auch du möchtest, dass deine Teilnehmer wiederum das Ergebnis erreichen. Wenn man Neudeutsch sprechen würde, könnte man klassisch von einer Win-Win-Situation reden.

Außerdem, und das mag ein wenig überraschend sein, tust du deinen Teilnehmern einen Gefallen, wenn du höher preist. In der Tat, das mag etwas paradox klingen, aber überlege dir einmal, mit einem höheren Preis erhöhst du ihren Nutzen, denn wenn sie eine höhere Wertigkeit des Kurses wahrnehmen und dadurch eine höhere eigene Motivation an den Tag legen, erreichen sie mit höherer Wahrscheinlichkeit auch das Kursziel. Und das ist letztlich auch ein Nutzen oder sogar der einzige Nutzen der Teilnehmer, wenn du sie also mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erfolgreich durch deinen Kurs bringst.

Und dann hast du natürlich auch noch deinen Aufwand, auf den du vielleicht schauen solltest. Denn dein Aufwand bei der Kurserstellung unterscheidet sich nicht so wesentlich davon, ob du am Ende einen niedrigen oder einen höheren Preis verlangst. Und etwas eigennützig formuliert, warum solltest du also den Aufwand nicht auch für einen höher gepreisten Kurs auf dich nehmen?

Und last but not least, du musst einfach weniger Verkäufe machen, um dein Umsatzziel zu erreichen. Das mag etwas platt klingen, aber erinnere dich mal an einen der vorherigen Schritte. Wenn du dir eine ganz kleine Umsatzmatrix mit Preis mal Menge gleich Umsatz aufgestellt hast, dann hast du dir das bereits vor Augen geführt. Und daran kannst du dich an dieser Stelle auch nochmal erinnern.

Christian: Ja, cool, echt wunderbar. Und ich finde, das ist bestimmt extrem augenöffnend für viele, die nicht wissen, was der richtige Preis ist, denn sie wissen jetzt, welche Dinge sie zu berücksichtigen haben und wie man sich Schritt für Schritt dem optimalen, wahrscheinlich einem Premium-Preis auch wirklich innerlich und argumentativ nähern kann.

Eigentlich wollten wir noch über Tipps sprechen, wie man diesen Premium-Preis, zu dem man sich entwickelt, auch wirklich am Markt durchsetzt. Allerdings schaue ich gerade auf die Uhr und stelle fest, dass wir heute schon wieder sehr viel Zeit unseres Podcasthörers in Anspruch genommen haben.

Anders formuliert, hast du Lust und wärst du damit einverstanden, wenn wir deine Tipps, die du vorbereitet hast, als kostenlosen Download anbieten?

Mirko: Ja, absolut, das können wir gerne machen. Ich hoffe, dass man es nicht gehört hat, aber mein Hals ist auch schon ganz trocken. Und von daher würde ich gerne auf den guten Vorschlag zurückkommen.

Christian: Ich frage dich gar nicht mehr, es ist hiermit entschieden! Die Tipps, wie du einen höheren Preis auch wirklich durchsetzen kannst, stellen wir unter www.deinonlinekurs.com/gratis zum Download zur Verfügung.

Mirko: Genau, so machen wir es.

Christian: Dann will ich jetzt deinen beanspruchten Hals nicht weiter quälen und würde einfach den Podcasthörer einladen, in unsere Facebookgruppe zu kommen, falls er Fragen zum Thema Preisfindung hat. Die Facebookgruppe gibt es unter www.deinonlinekurs.com/facebook. Und natürlich würden wir uns auch freuen, wenn dir, lieber Podcasthörer, unser Online-Business-Podcast gut gefällt. Dann sei doch so nett und hinterlasse ein Rating und einen Review bei iTunes, wo du dann deine Meinung hinterlässt und wo auch andere Podcasthörer auf unseren Podcast aufmerksam werden. Das ist für uns das größte Lob für einen guten Podcast, wenn du uns bewertest.

Ich verabschiede mich für heute und bedanke mich für deine Aufmerksamkeit, tschüss.

Mirko: Tschüss, und vielen Dank fürs Zuhören.

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