Die Traffic und Conversion ist die größte Veranstaltung für Online Business und Online Marketing in Nordamerika. Jedes Jahr geht es um das, was wir die nächsten 12-18 Monate im Online Business sehr wahrscheinlich erwarten können. Viele der Redner sind Gründer oder CEO führender Online-Unternehmen. Alle haben ein großes Netzwerk und eine hohe Reichweite. Sie erkennen neue Entwicklungen und Veränderungen deshalb früher und schneller als andere Marktteilnehmer. Alle Keynote Speaker der Konferenz haben außerdem extrem gute Verbindungen zu den großen Playern wie Facebook, Google & Co. Jeder von uns sollte regelmäßig aus seiner Filterblase aktiv herausgehen und über den Tellerrand schauen. Einige der Beobachtungen, Ideen und Einschätzungen auf der Traffic und Conversion 2019 sind aus meiner Sicht wirklich sehr bemerkenswert.

Hier einige “takeaways” von Vorträgen und Veröffentlichungen der Top Online-Unternehmer vom Traffic und Conversion Summit 2019. Interessant ist besonders, wie sich Online Marketing verändern wird und was das für Werbeanzeigen bedeutet.

 

 

Takeaway #1: Online Marketing muss sich neu erfinden

Vielleicht kennst du Ryan Deiss, Gründer und CEO von Digitalmarketer. Er geht in seiner Keynote Rede auf dem Traffic und Conversion Summit auf die 5 Phasen ein, die jede Branche bzw. Technologie typischerweise durchläuft.

  1. Entdeckung und Erfindung (“Discovery and Invention”)
  2. Ausbreitung (“Proliferation”)
  3. Standardisierung (“Standardization”)
  4. Konsolidierung (“Consolidation”)
  5. Innovation oder Zusammenbruch (“Innovation Or Disruption”)

Achtung, Online Marketing (Ryan spricht von “Digital Marketing”) befindet sich nach Ryan in Phase 5! In den letzten Jahren sind die Öffnungs-, Klickraten sowie Konversionraten gesunken. Die Werbekosten auf Google und Facebook sind angestiegen. Jeder, der alles weiter so macht wie zuletzt, wird sehr wahrscheinlich keine wundersame Verbesserung in Zukunft erleben. Es ist Zeit für Veränderungen.

Schnelle Abläufe sollten wir (etwas) verlangsamen (“We need to take the things that were fast and we need to make them slower“) – Ryan Deiss

 

Schnelle Abläufe sollten wir (etwas) verlangsamen

Was meint er damit genau? Er nennt konkret drei Punkte:

  1. Wir sollten unsere Denkweise weg von “Funneln” hinzu “Journeys” verändern
  2. Unser Denken sollte weg von “Automation” hinzu “Konversation” wechseln
  3. Wir sollten nicht nur alles “Skalierbare” ansehen – auch das, was “nicht skalierbar und messbar” ist

Als ich die ersten beiden Punkte gehört habe, habe ich innerlich gegrinst. Denn das ist exakt die Strategie, von der Christian und ich überzeugt sind. Speziel, wenn man auch in Zukunft mit Paid Traffic erfolgreich sein wollen. Und hier insbesondere mit Facebook Ads.

 

a. Wir sollten unsere Denkweise weg von “Funneln” hinzu “Journeys” verändern

Um es klar zu sagen: An Funnels an sich ist nichts schlechtes. Sie haben weiterhin ihre absolute Berechtigung. Wir als Nutzer sind es aber oft leid, die Anzeige von einem Fremden im Newsfeed zu sehen, der uns direkt auffordert, ihm unsere E-Mail zu geben oder schlimmer noch, beim ersten Kontakt etwas zu kaufen!

Auch Christian und ich glauben ganz fest, Facebook Werbeanzeigen sind weiterhin DAS Instrument, um neue Interessenten und Kunden zu gewinnen. Es MUSS aber in Zukunft eine andere Strategie geben! Und Ryan hat es treffend formuliert. Weg vom reinen Funnel-Denken, hin zum Denken in einer “Customer Journey”:

“Funnels sind lediglich der Beginn einer Beziehung, die Reise umfasst jedoch die gesamte Beziehung zu einem Interessenten. Während Funnel den Beginn einer Beziehung erfassen, bilden “Journeys” die Gesamtheit einer Beziehung von einem Interessenten hin zum erfolgreichen Kunden ab!”

Für viele ist es daher an der Zeit, die Beziehung zu ihrem Markt neu zu bewerten. Im Marketing neigen viele dazu, sich mit Dingen wie Funneln, Lead-Generierung und Konversionsmetriken zu beschäftigen. Die meisten Werbetreibenden vergessen dabei oft die Menschen, die auf der Empfängerseite ihrer Werbekampagnen stehen!

Denn ein Kaufzyklen sieht selten so einfach aus: eine Anzeige ansehen > auf die Anzeige klicken > ein Produkt kaufen > Ende

Die Reise eines Interessenten hin zum Kunden dauert in der Regel viel länger und ist vielschichtiger.

 

Die Reise könnte so oder so ähnlich aussehen:
  • Dein Wunschkunde Peter sieht ein Content-Video von dir auf Facebook, das du als Werbung verwendest
  • Einige Tage später sieht Peter eine zweite Werbeanzeige, in der du das Thema aus dem Video noch einmal aufgreifst
  • Anschließend sieht er eine weitere Anzeige, klickte auf sie und landet auf deiner Website, wo er mehr über dich und dein Thema erfährt. Er hat aber immer noch nichts gekauft!
  • In der Folge zeigst du Peter per Re-targeting weitere Anzeigen auf Facebook und stärkst so sein Interessen an dem Thema, machst ihm klar, dass [dein Thema] auch für ihn relevant ist und zeigst ihm zuletzt deine Lösung
  • Wenn Peter von deinem Angebot überzeugt ist, wird er am Ende zum Kunden

Doch dies ist erst der Anfang seiner Reise in deiner “Welt”. Jetzt musst du Peter zu einem zufriedenen, glücklichen und erfolgreichen Kunden machen. Dann hast du die große Chance, weitere Produkte und Dienstleistungen an ihn zu verkaufen.

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b. Unser Denken sollte weg von (reiner) “Automation” hinzu “Konversation” wechseln

In der Vergangenheit haben viele Anbieter zu stark auf reine Automatisierung von Abläufen geschaut. Ryan glaubt, dass die Zukunft des digitalen Marketings Unternehmen gehört, die bereit sind, in Echtzeit-Einzelinteraktionen zu investieren. Z.B. einen stärkeren Dialog mit Interessenten und Kunden. Natürlich kannst du auf deiner Webseite einen Bot einsetzen, der eine erste Filterfunktion hat. Er soll aber unsere persönliche Interaktion nicht ersetzen. Ein anderer Vorschlag von Ryan ist, immer wieder mal auch E-Mails ohne Links zu versenden. Sie stärken das Vertrauen in dich als Absender und kommen einem persönlichen Gespräch viel näher. DAS GILT AUCH FÜR WERBEANZEIGEN!

 

c. Wir sollten nicht nur alles “Skalierbare” ansehen – auch das, was “nicht skalierbar und messbar” ist

Nur weil etwas nicht “skalierbar” ist, kann es langfristig trotzdem eine gute Idee sein für dein Business. Wir sollten auch über Dinge nachdenken, deren Erfolg wir nicht direkt “messen” können.

Hier einige seiner Marketingbeispiele:

  • E-Mails ohne Links
    Anstelle von Links kannst du in der E-Mail um Rückmeldung bitte oder eine Frage stellen. Vielleicht gewinnst du wegen dieser Konversation später einen neuen Kunden. Und wenn nicht, hast du zumindest die Beziehung ausgebaut und verbessert.
  • Facebook Groups
    Viele Menschen sind in geschützten Räumen wie einer Facebook Gruppe offener. Sie öffnen sich viel mehr und teilen sich mit. Du lernst auf diese Weise viel über deine Zielkunden und deinen Markt.
  • Beantworte “banale oder dumme Fragen”
    Für dich als Experten erscheinen manche Fragen fast schon “banal oder dumm”. Beantworte diese Frage dennoch! Denn ein Mensch stellt dir diese Frage, für den sie weder banal noch dumm ist. Bestimmt hast du anderen Menschen diese Fragen bereits beantwortet. Das hilft diesem Menschen aber wenig in seiner aktuellen Lage. Für die häufigsten Fragen könntest du auf deiner Webseite eine “Fragen und Antworten” Sektion einrichten. Es entlastet dich und ist ein großartiger Service. Bei zukünftigen Fragen kannst du dann auf diesen Bereich verweisen.
  • Schreibe ein Buch
    Es geht (selten) um den finanziellen Erfolg eines Buchs. Und auch wie viele neue Kunden du mit einem Buch gewinnst ist nicht messbar. Aber es stärkt deine Positionierung in deiner Nische, baut Reputation auf und ist ein langfristiges Asset.
  • Veröffentliche einen Podcast
    Ähnlich einem Buchprojekt verhält es sich bei einem Podcast. Kurzfristig wird es sich nicht auszahlen. Der Erfolg ist ebenfalls langfristiger Natur. Er unterstützt zudem deine Marketing-Aktivitäten und erreicht Menschen, die Content lieber hören.

 

Takeaway #2: “Hässlich schlägt hübsch” (einfach schlägt professionell)

Zumindest bei Videos auf Facebook 🙂

Dean Graziosi hat es “ugly beats pretty” genannt. Und Billy Gene hat verraten, dass jedes seiner selbst gedrehten Werbe-Video im Vergleich zu hochproduzierten teuren Videoaufnahmen bessere Ergebnisse erzielt.

Warum sollte aber ein einfaches Video ein teures, aufwendig produziertes Video auf Facebook übertreffen?

Weil es authentischer ist.

Wir sind auf Facebook, um Spaß zu haben und uns mit unseren Freunden auszutauschen. Es geht um die Verbindung zu anderen Menschen. Die erreichst du am besten, wenn du mit deinem Handy oder per Webcam etwas aufnimmst. Es ist sozusagen der direkte Blick in dein Zuhause oder deinen Moment, wenn du unterwegs bist. Du gewährst einen kleinen Einblick in dein Leben. Eine teures und aufwendig erstelltes (Werbe-)Video schafft das kaum.

“Hässliche” Videos sind eine Chance, die Aufmerksamkeit von deiner Zielgruppe auf Facebook zu wecken und die natürliche Abwehrreaktion gegen Werbung zu durchbrechen.

Einfach produziert und “hässlich” meint aber trotzdem, dass dein

  • Ton klar und deutlich sein muss und dein
  • Bild scharf und kontrastreich sein sollte

Videos per Smartphone oder Desktop sind zudem schnell erstellt und quasi kostenlos produziert! Du sparst eine Menge Geld und Zeit. so findest du schnell heraus, ob deiner Zielgruppe das Video mit deiner Botschaft überhaupt gefällt.

 

Takeaway #3: Nichts ist unerreichbar

Jeder Mensch hat grundsätzlich die Fähigkeit, jede Herausforderung zu bestehen. Das ist das Thema von Sir Richard Branson’s Keynote gewesen.

“Die Welt zu verändern beginnt mit einer kleinen Gruppe von Menschen, die sich einfach weigern, das Unzulässige zu akzeptieren.” Richard Branson

Mit diesem Zitat schließe ich meine kleine Zusammenfassung zur Traffic und Conversion. Lass uns motiviert und voller Zuversicht ans Werke gehen. Hauen wir eine Delle ins Universum 😊.

 

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Quellen: Digitalmarketer, Digitalmarketer, Billy Gene

PS: “Wenn du es schaffst, 1€ für Werbung auszugeben und 2€ zurückzubekommen, brauchst du dir nie wieder Gedanken um Geld zu machen.” – unbekannt

 

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